UNSERE GÄSTE 2010 |
1. Juli mit Andreas Monning und Michael Feindler.
Text folgt 24. Juni Wedding Wochen mit Doc Schoko und Filip Verhulst.
Text folgt 17. Juni Wedding Wochen mit Horst Evers und Elis.
Text folgt 10. Juni Wedding Wochen mit Sven van Thom und Pjaer .
Text folgt 3. Juni Wedding Wochen mit Felix Jentsch und Tito Maffay.
Wieder haben wir einen Themenmonat, denn dieser ist unverrückbar seit dem ersten Jahr und in jedem wieder die glänzendste Perle unter unseren Themenmonatsperlen: die Wedding Wochen. Vergesst die WM, denn den ganzen Juni gibt es die übliche Stadtteilglorifizierung unserer Lesebühne als Direktangriff mit den schönsten und klügsten Gästen aus unserer direkten Nachbarschaft. Der erste Donnerstag war schon ein Knaller, Surfpoet Felix Jentsch kam die paar Schritte von seiner Wohnung über die Straße zum La Luz geschlendert und auch der Nachbar Tito Maffay konnte laufen zu dem schönen Anlaß. Man höre fortan im Wedding regelmäßig in jeder Stampe auch Lieder von Tito Maffay und lese der Mimi zur Nacht statt dem Krimi mal einen Text von Felix Jentsch vor. 27. Mai mit den Zuckerröhren und Nico Walser.
Nachdem sie uns vor bestimmt zwei Jahren schon einmal im Laine-Art besucht hatten, wo wir alle gemeinsam kaum auf die Bühne gepasst haben, hatten die Zuckerröhren jetzt mehr Platz, den sie A-Capella mit ausgefeilter Head-Set-Technik, verunsichernd direkter Weiblichkeit und bunten Outfits für ihre Lieder voll ausnutzten. "Pantoffel Punk" Nico Walser besuchte uns außerdem, überließ das musikalische Feld aber ganz Gentleman den Damen und las Texte vor (der Tausendsassa). 20. Mai Udo Tiffert und Franky Fuzz.
Udo Tiffert schaut hier nur etwas erschrocken, weil ich ihm schon mehrmals Blitzlicht ins Gesicht geschickt hatte, weil dieses Blitzlicht immer zu Hundert Prozent von den Brillengläsern zurück auf den empfindlichen Kamerasensor geworfen wurde und ich erst nach schwierigen Verrenkungen einen Winkel fand, in dem der Blitz so knapp am Brillenglas vorbeigeworfen wird. Es war aber ein sehr entspannter Abend, wie auf einem weit in die Ferne reichenden Highway, vielleicht in der Tiffertschen Lausitz, mit einem der üblichen Filmpanzer Richtung Abendstern zu cruisen. Auf der Rückbank greift Franky Fuzz seine Gitarre und spielt uns und den Wölfen ein Lied. Die Themenwochen im Rausch der Sinne wurden mit einem Abend zum siebten Sinn und damit wertvollen Ratschlägen zur Verkehrserziehung beendet. 13. Mai im Rausch der Sinne mit Roger Trash und Nils Heinrich.
Passend zum Himmelfahrtskommando Teil 6 unserer Themenwochen: der sechste Sinn. So gab es den ganzen Abend Gespenstergeschichten, Spuk, Trug - übernatürlich auch der Sound des lang vermissten Roger Trash. Ein Feiertagsgeist hatte unserem Ex-Brauseboy Nils Heinrich die Stimme geklaut, wir konnten ihm aber unsere leihen. Fast sind wir jetzt alle Sinne durch und es fehlt noch der siebte. Nächste Woche dann also der große Abschluß über Verkehrserziehung. 6. Mai im Rausch der Sinne mit Tanja Ries, Franz Dobler und Georg Weisfeld.
Der Tastsinn stand noch aus, demgemäß war unsere Gästeauswahl von gefühlvoll bis handfest genau die richtige. Ein wunderbarer Abend, nur die Fühlsäckchen hatten wir vergessen. 29. April im Rausch der Sinne mit Marco Tschirpke.
Viel Geschmack bot der Abend, zugerichtet von uns Wortköchlern und gewürzt von Marco Tschirpke an Flügel und Gedicht. 22. April im Rausch der Sinne mit Danny Dziuk.
Wie riecht Vulkanasche oder das Landleben? Was ist ein Olf und was müffelt denn da, langsam dringen wir zu den pikanteren Sinnen vor. Den richtigen Riecher fürs Thema hatte auch unser Gast Danny Dziuk und bescherte uns süße Liederluft. 15. April im Rausch der Sinne mit Jochen Reinecke und Jan Koch.
Das "Hören" ist unser Hauptsinn, unser Lieblingssinn geradezu. Also ging es darum, möglichst noch weiter die Lauscher aufzusperren diese Woche, vor allem für das Lauschfutter und den Ohrenschmaus unserer Gäste Jochen Reinecke und Jan Koch. 8. April im Rausch der Sinne mit Ricarda Heymann und Tilman Birr.
Sieben Donnerstage, sieben Sinne. So das Konzept unserer neuen Themenwochen "Im Rausch der Sinne". Die erste Woche gehörte dem "Sehen", junge und ansehnliche Gäste hatten wir geladen, Volker und Paul wechselten während des Abends die Kleidung und Frank tanzte das Abschlußlied. Gab also ordentlich was zu sehen. 3. April 7 Jahre Brauseboys mit Kirsten Fuchs und Thilo Bock.
Für die Gala am Wochenende bügelten wir extra nocheinmal unsere Konfirmationsanzüge und zogen feierlich Bilanz des letzten Jahres. Das verflixte siebte Jahr konnte also verabschiedet werden, sehr beruhigend, und auch das erste Jahr am neuen Ort bekommt ein Bienchen ins Stammbuch. Mit Kirsten Fuchs und Thilo Bock hatten wir Gäste der ersten Stunde und enge Freunde zur Feier dabei, jetzt fehlte eigentlich nur noch ein bunter großer Kuchen. Und der kam überraschend aus dem Publikum über uns, schmeckte hervorragend und versüßte unseren Start ins neue Jahr. 1. April Die Brausegirls: Sarah Schmidt, Katharina Greve, Daniela Böhle, Marlen Pelny und Ilka Schneider.
Einmal im Jahr am Donnerstag vor unserem Geburtstag kommen die Brausegirls, so ist es zur schönen Tradition geworden, einmal im Jahr die volle Geschlechtsumwandlung der Bühne. Die erlesene Auswahl Vorleserinnen produzierte aber auch Zweifel: Leben wir wirklich in der Besten aller Welten und könnte es nicht auch andersherum sein? Immer die Brausegirls und einmal wir in der Woche vor ihrem Bühnengeburtstag? Aber wir müssen die Regeln unseres Universums akzeptieren, in dem es dann eben so ist, wie es ist. 25. März mit Ralf Welteroth und Thomas Franz.
Aus Freiburg reiste Ralf Welteroth mit seinen Geschichten an, die es auch in Buchform gibt. Thomas Franz hatte es nicht so weit und bot wieder "Zwieback for your soul". Verkaufsschlager wie immer seine feine Selbstgebrannte. 18. März mit Kersten Flenter und Thomas Paul Schepansky.
Der Hannoveranter Hamburger Kersten Flenter besuchte uns erneut im La Luz und brachte schön erschreckende Geschichten mit, aus einer ganz anderen Ecke des Landes reiste Klavierkabarettist Thomas Paul Schepansky an und erschreckte uns mit schönen Liedern. In Anlehnung an Andy Warhol aß Frank Sorge während der Lesung einen Hamburger auf der Bühne.
11. März mit Sarah Bosetti und Martingo.
Bei so freundlichen Gästen wie Sarah und Martingo konnte natürlich nur ein schwer freundlicher Abend herauskommen, wie es dieser gewesen ist. 4. März mit Ivo Smolak und Michael-André Werner.
Ivo Smolak sprang kurzerhand für das unglücklich verhinderte Schweizer Duo Satz&Pfeffer ein und pfefferte seine neuen Lieder ebenfalls ordentlich und als einer der wenigen Lesegäste bei uns, zu deren Veröffentlichungen auch ein schönes Kochbuch zählt, wusste auch Brutusmörder Michael-André Werner die richtige Menge Salz in den Abend zu streuen. 18. Februar mit Kirsten Fuchs, Doc Schoko und Maik Martschinkowsky.
"Brausegirl" Kirsten Fuchs tauschte sich mit Paul Bokowski aus, der an ihrer Stelle bei der Chaussee der Enthusiasten vorlas, wo sie ja jetzt schon eine Weile immer zeitgleich mitliest. Wir freuten uns sehr über den Austausch, genauso sehr wie uns der Besuch des "unerkanntesten Rockstars" der Republik, Doc Schoko freute und dass die überall grassierende Erkältung von Lesedünler Maik Martschinkowsky zum Zwecke des Geschichtenvortrags gekonnt abgeschüttelt wurde. 11. Februar mit Spider und Nikolic.
Sascha Nikolic ist die goldene Stimme aus Kreuzberg und lies diese auch kräftig auf uns herunterregnen, Spider schilderte wieder Unglaubliches über die nahe Zukunft und esoterische Geräte. 4. Februar mit Jacinta Nandi und Manfred Maurenbrecher.
Bilder gibts leider nicht, ich war auch nicht dabei, so dass dieser Text vielleicht noch durch eine kompetente Zusammenfassung des Abends ersetzt werden wird. Manfred aber eilte nach dem Auftritt für eine Live-Sendung ins Radiostudio, von wo aus er nur Gutes über die Veranstaltung in den Äther gerufen hat. 28. Januar mit Marc-Uwe Kling und Thilo Bock.
Wieder ein Abend im warmen Restaurant vorne, dieser mit Kängurukenner Marc-Uwe Kling und Barrikadendichter Thilo Bock. 21. Januar mit Sarah Schmidt und Balou Jeanniques.
Ob der Temperaturen zogen wir wieder vorne ins Restaurant, damit es alle gemütlich warm haben. Unser besondere Gast von der Elfenbeinküste und Mitglied der ersten afrikanischene Lesebühne "Freie Feder", Balou Jeanniques, brauchte dennoch seine neu erworbene dicke Jacke, für seinen ersten Berlinbesuch hat er nun gerade wirklich die kältesten Wochen erwischt. In bester Lesebühnentradition brachte er zwei neu geschriebene Geschichten der letzten Woche mit und hoffentlich kann er die Stadt bald wieder besuchen und im Sommer. Sarah schilderte uns u.a. mit einer wunderbaren Geschichte, dass sie gerne im Mittelpunkt steht. Und da gehört sie natürlich auch hin. 14. Januar mit Christoph Theußl und Gregor Mothes.
Andersherum aber sind die Bilder sortiert, Gregor schaut interessiert in die nur am unteren Rand angedeutete "Jungle World" in seinen Händen und Christoph Theußl schaut einfach so zufrieden in die Kamera hinein. 7. Januar - Heimweh mit Karsten Krampitz, Andreas Gläser, Jan Koch, Anselm Neft und Michael-André Werner.
Die Weddinger Brauseboys haben sich allesamt ins Kookaburra verkrochen, um den einzigen Außerbezirklichen den Brauseboys-Heimatabend fern seiner Heimat zu moderieren. Sie müssen etwas geahnt haben: Noch nie war das La Luz so kalt wie heute, aber Decken und heißer Tee sorgten für eine heimelige Stimmung am Heimatabend. "Heimat, Heimweh, Heimsuchung" heißt das Werk, das Volker Surmann und die fünf Kollegen Anselm Neft, Michael-André Werner, Andreas Glaeser, Jan Koch und Karsten Krampitz (eine absolute A-Auswahl übrigens, 10 "A"s in 6 Namen) nicht schafften, in Grund und Boden zu lesen. Auch wenn Herausgeber Krampe nicht müde wurde, die schwere Geburt des Buches zu betonen, und dass er inzwischen verstehen könne, wieso Mütter ihre Kinder aussetzen. Aber wie wissen wir aus so vielen Heimatmärchen der Gebrüder Grimm? Findelinder haben es manchmal ganz schön in sich! Davon konnte man sich im LaLuz überzeugen. Und gegen die Kälte lassen wir uns was einfallen. Heizpilze, Gruppenkuscheln oder Mobiliar verfeuern. Und fällt schon was ein. |